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Echtes Johanniskraut

Mit seinen einzigartigen Wirkstoffen ist das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) eine wahre Gute-Laune-Pflanze. Es wirkt stimmungsaufhellend, beruhigt und entspannt ängstliche Pferde und Hunde und trägt zu ihrem allgemeinen Wohlbefinden bei.

Wo kommt das Johanniskraut vor, und wie sieht es aus?

Das Echte Johanniskraut ist in den gemäßigten Klimazonen von Europa heimisch. Die 50 cm bis 1 Meter hohe Pflanze wächst auf Brachen, mageren Wiesen, Weg- und Waldrändern.

Die 2 – 4 cm großen Blätter des Johanniskrauts sind länglich-oval und glatt und haben auffällige dunkle Punkte. Diese Punkte dienen als Speicher für ätherisches Öl, das die Pflanze mithilfe von Öldrüsen in den Blättern herstellt. Der Stängel des Echten Johanniskrauts ist im Inneren mit Mark ausgefüllt, dadurch ist es von anderen Johanniskrautarten gut zu unterscheiden. Im oberen Bereich des Stängels ist das Echte Johanniskraut buschig verzweigt.

Das Johanniskraut beginnt, wie der Name andeutet, rund um die Sommersonnenwende, den Johannistag zu blühen, die Blütezeit dauert bis August. Mit ihren etwas asymmetrisch angeordneten Blütenblättern ähneln die offenen goldgelben Blüten kleinen Windrädern, die in Dolden zusammengeschlossen sind. In den Johanniskrautblüten befinden sich rötliche Öldrüsen, die den intensiv gefärbten Stoff Hypericin enthalten. Wenn man eine Blütenknospe zerreibt, färben sich die Finger rot.

Aus dem Fruchtknoten entwickeln sich nach dem Abblühen der Pflanze ca. 10 mm große Spaltkapseln. Die darin enthaltenen Samen werden von Tieren verbreitet oder vom Wind vertragen.
Außerdem kann sich die Pflanze auch durch Wurzelableger vermehren. Die bis zu 60 cm lange, verästelte Wurzel ragt tief in den Boden hinein, womit die Pflanze auch Hitze und Trockenheit gut verträgt.

Wie wird Johanniskraut verwendet?

Als Heilpflanze ist Johanniskraut schon seit der Antike bekannt. Besondere Bedeutung hatte die Pflanze als Wundheilmittel, worauf der alte Name „Wundkraut“ verweist. Die Blätter wurden getrocknet und zermahlen und auf schlecht heilende Wunden und Geschwüre aufgetragen. In Rotwein gekochtes Johanniskraut wurde als Bauchwickel bei Verdauungsbeschwerden verwendet. In älteren naturmedizinischen Büchern findet man vornehmlich Rezepte für Johanniskrautschnaps und
-wein, die innerlich und äußerlich angewendet wurden und eine breite Palette an Beschwerden lindern sollten, von Blasensteinen bis zur „Blödigkeit“ (Kräuterbuch von P. A. Matthioli, 16. Jh.).

Heute kommt Johanniskraut vor allem bei milden psychischen Beschwerden, bei Stress, Schlafstörungen, nervöser Unruhe und Angstzuständen zur Anwendung. Johanniskrautzubereitungen können durch ihre entspannende Wirkung auch bei nervösen Herzbeschwerden und bei Magen-Darm-Problemen wirksam sein. Durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe des Johanniskrautes können bei Kreislaufproblemen unterstützend wirken.

Für Johanniskrautzubereitungen wird das ganze Kraut in der Blütezeit im Juni und Juli gesammelt, getrocknet und zu Tee, Tinkturen, Tropfen oder Kapseln verarbeitet. 

Johanniskrautöl zur äußeren Anwendung, das auch unter dem Namen „Rotöl“ bekannt ist, wird durch Mazeration gewonnen: Die Blüten werden in Olivenöl eingelegt und zwei Monate stehen gelassen. Das fertige Öl hat eine intensiv rote Farbe. Es wird traditionell zur Narbenbehandlung, bei Nervenschmerzen und bei stumpfen Verletzungen angewendet.

Welche Inhaltsstoffe machen das Johanniskraut so wirksam?

Die Blüten und die Blätter enthalten die rot färbende Substanz Hypericin, die ausschließlich im Johanniskraut vorkommt. Hypericin hat antivirale Eigenschaften, vor allem aber wird die stimmungsaufhellende Wirkung des Johanniskrauts auf diesen Inhaltsstoff zurückgeführt.

Der Wirkstoff Hyperforin, der im Kraut und in den Blüten des Johanniskrauts vorkommt, wirkt antibakteriell und blockiert auch Keime, die gegenüber Penicillin resistent geworden sind. Im Laborversuch zeigte sich die Substanz beispielsweise wirksam gegenüber Staphylococcus aureus. Studien weisen auf Hyperforin als einen für die antidepressive Wirkung verantwortlichen Inhaltsstoff hin. Bereits in sehr niedrigen Dosen hat die Substanz angstlösende Eigenschaften. Eine Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen wird – unabhängig von der eigentlichen antidepressiven Wirkung – ebenfalls angenommen.

Die Gerbstoffe im Johanniskraut haben positive Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden. Im Johanniskrautöl fördern sie die Wundheilung.

Die Flavonoide (sekundären Pflanzenstoffe) des Johanniskrauts haben entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften und wirken sich stärkend auf Herz und Kreislauf aus.

Die wesentliche Wirksamkeit des Johanniskrauts als Antidepressivum kommt durch Kombination des Flavonoids Rutin mit Hyperforin und Hypericin zustande. Diese Pflanzenstoffe regulieren den Haushalt der Botenstoffe im Gehirn sanft und nachhaltig. Sie fördern innere Ruhe, Entspannung und erholsamen Schlaf. Weiters enthält Johanniskraut auch Hopfenbuttersäure, die dem Hopfen seine beruhigende Wirkung verleiht.

Bei welchen Beschwerden von Pferd und Hund kann Johanniskraut angewendet werden?

Bei Pferden und Hunden kann Johanniskraut durch seine entspannende und sanft beruhigende Wirkung das Wohlbefinden des Tieres steigern.

Mangelnde Herzleistung führt bei Pferden und Hunden häufig zu Verhaltensänderungen. Pferde, die sich über einen längeren Zeitraum nicht fit fühlen, werden unsicher, schreckhaft oder nervös. Bei Hunden entdeckt man Herz-Kreislauf-Probleme manchmal durch Unruhe und nächtliches „Herumwandern“. In Kombination mit Weißdorn, Gingko und Macawurzel kann Johanniskraut

  • die Herzleistung steigern,
  • den Kreislauf stützen und
  • zur Entspannung und Erholung des beunruhigten Pferdes oder Hundes beitragen.

Gerade bei Senioren unter den Pferden und Hunden, die aufgrund körperlicher Einschränkungen wie Altersherz oder Arthrosen unsicher werden oder sich zurückziehen, wirkt Johanniskraut angstlösend und stimmungsaufhellend und trägt zur langen Lebensfreude bei.  

Unerwünschte Wirkungen:

Johanniskraut führt bei Tieren mit pigmentarmer Haut zur Photosensibilisierung, d. h., die Haut entwickelt eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne kann es nach der Aufnahme von Johanniskraut bei Tieren mit dünn behaarter, heller Haut zu Juckreiz, Blasenbildung und Entzündungen kommen. Der photosensibilisierende Effekt von Johanniskraut tritt allerdings meist nur bei sehr hoher Dosierung auf. Angegebene Dosierungen sollten nicht überschritten werden!

Quellen und weiterführende Literatur

  • Brendieck-Worm, C., & Melzig, M. F. (2018). Phytotherapie in der Tiermedizin. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
  • DAZ.online. (25. 02 2001). Von Phytopharmaka: Wie Johanniskraut wirkt: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2001/daz-9-2001/uid-331 abgerufen
  • Ganz, C. (2015). Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin. Von Arzneipflanze des Jahre 2015: Johanniskraut: https://www.karger.com/Article/FullText/371604 abgerufen
  • Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag.