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Magengeschwüre beim Pferd

Magenprobleme beim Pferd - unerwünscht und oft unbemerkt. Denn häufig werden unterschiedliche Symptome nicht ursächlich Schmerzen im Magen zugeschrieben. Was sie über nicht infektiöse Magengeschwüre und Gastritis beim Pferd wissen sollten.

Durch alle Sparten der Reiterei und Pferdehaltung finden wir sie. Jene schlecht gelaunten, kaum oder übertrieben leistungsbereiten, nervösen und oft angespannten Pferdepersönlichkeiten mit seltsamen Verhaltensweisen wie Gurtenzwang und Zähne knirschen. Als Ursache wird oft der Charakter des Pferdes genannt („er/sie war schon immer so“). Aber was, wenn dies alles Anzeichen von „Schmerzen“ im Magen sind? Studien unterschiedlicher Rassen, Haltungsformen, Fütterung und Belastung durch Training zeigen eine erschreckend hohe Anzahl von über 70% nachgewiesener Magenentzündungen unterschiedlichen Grades bei Pferden unterschiedlicher Rassen und Verwendung. Eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die jedes Pferd treffen kann.

Wie erkenne ich Magenprobleme bei meinem Pferd?

Die klinischen Symptome zeigen bei unterschiedlichen Pferden ebenfalls unterschiedliche Intensitäten. Man kann nicht direkt von der Stärke der Symptomatik auf den Stärkegrad der Magenerkrankung rückschließen. Manche Pferde zeigen heftige Anzeichen für Magenprobleme und eine Gastroskopie ergab nur ganz leichte entzündliche Prozesse. Andere Tiere wiederum zeigen kaum merkbare Unterschiede im Verhalten und/oder Aussehen, weisen aber bereits einen sehr hohen Grad von Magenulzera (Magengeschwüren) auf. Somit ist den Anzeichen ohne bildgebendes Diagnoseverfahren nicht allzu viel Bedeutung bezüglich Schweregrad der Erkrankung zuzusprechen.

Mögliche klinische Symptome:

  • Verminderter Appetit oder ununterbrochenes Fressen
  • Häufige Koliken vor allem während und nach der Futteraufnahme
  • Abmagerung (eher selten)
  • Mangelnde Leistungsbereitschaft, Trägheit
  • Rülpsen und saurer Geruch aus dem Maul
  • Stumpfes Fell
  • Aufgeblähter Bauch
  • Leerkauen (Kauen ohne Futter im Maul), Lecksucht
  • Zähne knirschen, koppen, häufiges Gähnen
  • Gurtenzwang / Sattelzwang
  • Kotwasser / Durchfall über längere Zeiträume hinweg
  • deutliche Verhaltensveränderungen wie Aggressivität, Nervosität, Selbstverletzung


Nicht alle Symptome sind direkt und ausschließlich Magengeschwüren zuzuordnen! Ein Gesamtbild und eine Diagnose werden vom Tierarzt oder der Tierärztin erstellt.

Wie funktioniert der Pferdemagen?

Der Pferdemagen ist im Verhältnis zur Körpergröße recht klein mit einem durchschnittlichen Fassungsvolumen von 15 Litern bei einem Großpferd. Er ist darauf ausgelegt kleine Mengen nährstoffarmen Raufutters/Steppengrases fast kontinuierlich aufzunehmen und zu verwerten. Daher werden im Magen permanent salzsäurehaltige Magensäfte produziert, auch wenn das Pferd gerade nicht frisst. Der Magen besteht prinzipiell aus zwei Teilen, die nicht streng voneinander getrennt sind (Margo Plicatus).

Im oberen Bereich am Ende der Speiseröhre ist ein schwammiger, im gesunden Zustand rosafarbener Abschnitt. Dieser ist drüsenlos und besitzt eine Schleimhaut, welche keine eigene Schutzschicht gegen die Magensäure enthält. Aus diesem Grund wird durch das lange Kauen von Raufasern ein erhöhtes Speichelvolumen produziert. Der Speichel enthält wichtiges Bicarbonat (basisch), welches als natürlicher Puffer zur Magensäure dient. Allgemein liegt der pH-Wert im oberen Teil des Magens zwischen 5-7, im unteren Teil hingegen herrscht ein pH-Wert zw. 2-4 (sehr stark ätzend).

Der untere Sektor produziert permanent jene notwendige Magensäure womit das bereits vorverdaute Futter weiter zu Brei verarbeitet wird. Am Ende des Magens geht der vorverdaute Futterbrei über den Pylorus (Magenausgang) in den Zwölffingerdarm über. Der Vorgang zwischen Transport durch die Speiseröhre bis in den Zwölffingerdarm ist im Vergleich zu anderen Säugetieren sehr rasch. Alle weiteren Verdauungsprozesse und Verwertungen von Nährstoffen erfolgen Größtenteils im Darmtrakt.

Was muss ich über nicht infektiöse Magengeschwüre wissen?

Eines der häufigsten Erkrankungen des Pferdemagens sind Magenulzera mit nicht zwingend einhergehender Gastritis. Lt. Gerber und Straub sind Geschwüre Folgeerscheinungen eines Ungleichgewichts zwischen aggressiven, schleimhautschädigenden Faktoren (wie eben die Magensäure, Pepsin, Gallensäure und flüchtige Fettsäuren) und den schleimhautschützenden Faktoren (wie Schleimproduktion, Bikarbonat im Speichel, lokale Durchblutung und eine hohe Zellteilungsrate). Ein erhöhter Cortisolspiegel durch Stress ausgelöst, verhindert eine gute Durchblutung der Magenschleimhaut und spielt somit eine tragende Rolle in der Entstehung von Magengeschwüren.

Nach längerer Forschung und mehreren Studien zum Thema Magenerkrankungen bei Pferden wurde festgestellt, dass vorwiegend der Übergang zwischen kutaner Schleimhaut (pars non glandularis) zur drüsenhaltigen Schleimhaut (pars glandularis) von Magengeschwüren betroffen ist. Dieser Übergang wird Maro Plicatus genannt. Hier schwabbt, zum Beispiel beim Training mit leeren Magen, der Magensaft in den vor der Säure ungeschützten Bereich und verursacht dort Hautläsionen, die schlussendlich in ein Magengeschwür über gehen können. Entzündliche Prozesse können allerdings ebenfalls am Magenausgang zu finden sein, verursacht durch den Rückfluss der vorverdauten Nahrung aus dem Zwölffingerdarm (Darmreflux z.B. durch eine mechanische Unterbrechung der Darmpassage verursacht).

Was sind die möglichen Ursachen für Magengeschwüre?

Die Ursachenpalette ist nicht ganz eindeutig feststellbar trotz zahlreicher Studien. Es scheint eine Kombination aus Genetik und Umwelt zu sein. Sykes et al. erwähnt in seinem Bericht eine höhere Wahrscheinlichkeit von Magenerkrankungen bei Vollblütern als bei Kaltblütern sowie ein erhöhtes Risiko bei Hengsten und Stuten im Vergleich zu Wallachen. Ausschlaggebend sind jedoch die Umweltfaktoren wie Fütterung, Haltung, Belastung und dadurch psychischer Allgemeinzustand.

Die ungeschützte Schleimhaut wird angegriffen und es entstehen Läsionen bis hin zu Blutungen und Geschwüren des Magens

Der Pferdemagen produziert permanent Magensäure. Sind die Futterpausen nun zu lange, bzw. die Nahrungsaufnahme und die Kau- und Speichelprozesse stark verkürzt, entsteht ein Ungleichgewicht im Magen. Die ungeschützte Schleimhaut wird angegriffen und es entstehen Läsionen bis hin zu Blutungen und Geschwüren (siehe Abbildung oben). Durch hohe Kraftfuttergaben inklusive sehr schnell verdaubarer Stärke und Kohlehydrate, wie in typischen Pferdefuttermischungen enthalten, erhält die Magensäure nicht ausreichend Speichel und somit zu wenig basischen Puffer zur Steigerung des pH-Wertes.

Wie können Magengeschwüre festgestellt werden?

Definitiv festzustellen sind entzündliche Prozesse im Magen nur durch einen direkten Blick darauf. Eine so genannte Gastroskopie (Magenspiegelung) über die Nase lässt den Tierarzt/die Tierärztin einen genauen Blick auf den Zustand der Speiseröhre, des Mageneingangs, der Magenschleimhaut und des Magenausgangs werfen. Da Pferde für eine Gastroskopie davor 24 Stunden hungern müssen, stellt sich die Frage, ob dies gerade bei Tieren mit Magengeschwüren nicht zu einer Mehrbelastung führt. In Studien wird daher erwähnt, dass eine Therapie mit Säureblockern und/oder Protonenpumpenhemmern über einen kurzen Zeitraum oft auf Verdacht gefüttert werden. Bei deutlicher Besserung der Symptome und des Allgemeinzustandes des betroffenen Pferdes, hat sich der Verdacht somit „bestätigt“ und die klassische Therapie wird weiter fortgesetzt. Entschieden wird diese Vorgangsweise ausschließlich von einem Tierarzt/einer Tierärztin.

Welche Therapie wird bei diagnostizierten Magengeschwüren angewandt?

Die klassische Therapie erfolgt je nach Schweregrad und Auftreten der Entzündungen, Blutungen oder Geschwüren mittels einem Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol und oft in Kombination mit einem H₂-Rezeptorblocker wie Cimetidin/Ranitidin und/oder einem Mukosaschutz wie Sucralfat. Dauer der Therapie liegt im Durchschnitt zwischen 21 und 28 Tagen. Erfahrungswerte aus Berichten im Internet und Foren ist zu entnehmen, dass die Anfälligkeit von Magengeschwüren auch nach erfolgreicher Behandlung stark zunimmt. Dies liegt vermutlich lt. Studien an der fehlenden Behebung der Ursachen.

Wie kann ich den Magen meines Pferdes unterstützen?

  • Qualitativ hochwertiges Heu (ideal erster Schnitt) füttern
  • Stroh als kalorienarmer Lückenfüller ja, aber nicht als Alleinfuttermittel
  • Zucker- und stärkehaltige Produkte und Futtermittel vermeiden
  • Kraftfutter, wenn möglich, vermeiden ansonsten in nur ganz kleinen Mengen mehrmals am Tag füttern und niemals auf leeren Magen
  • Als Energieträger empfiehlt sich hochwertige Pflanzenöle wie Leinöl, Hanföl oder Schwarzkümmelöl zu verwenden anstatt Kraftfutter
  • Vor dem Reiten ausreichend Heu füttern und kein Kraftfutter!
  • Stress reduzieren bzw. vermeiden in allen Lebensbereichen des Pferdes (angepasste Haltungsform, ruhige Herde, dosiertes Training, Wettkämpfe, nur wenn Pferd belastbar)
  • Einem Pferd immer mit Gelassenheit begegnen, dann überträgt sich die Ruhe auch auf das Tier und dessen Magen! 


Quellenangaben und weiterführende Literatur

- Bass, L., Swain, E., Santos, H., Hess, T., & Black, J. (16.. Februar 2018). Effects of Feeding Frequency Using a Commercial Automated Feeding Device on Gastric Ulceration in Exercised Quarter Horses. Journal of Equine Veterinary Science(64), S. 96-100.
- Gerber, V., Venner, M., & Straub, R. (2016). Pferdekrankheiten: Innere Medizin (2. Auflage Ausg.). (V. Gerber, & R. Straub, Hrsg.) Bern: utb.
- Sykes, B., Hewetson, M., Hepburn, R., Luthersson, N., & Tamzali, Y. (2015). European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement - Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses. Journal of Veterinary Internal Medizin, S. 1288-1299. 

Verfasserin: Bianca Becker-Slovacek am 21.01.2018

Wie Kräuter bei Magenproblemen helfen können:

Helfen Sie Ihrem Pferd durch Prävention mit dem Magensaft von EWALIA - Natur pur, einem natürlichen Ergänzungsfuttermittel welches zu 100% Kräuter in zertifizierter Apothekenqualität beinhaltet. Für die Behandlung und Vorbeugung von Magengeschwüren und Gastritis bei Pferden ist es empfehlenswert die übermäßige Säurebildung im Magen zu unterdrücken. Der Magensaft von EWALIA - Natur pur ist ein natürliches Ergänzungsfuttermittel welches zu 100% Kräuter in zertifizierter Apothekenqualität beinhaltet. Die Kräuter sind seit Jahrtausenden für folgende positive Wirkungen im Magenbereich bekannt:

Entkrampfen und Magenschmerzen lindern

Entzündungshemmende und krampflösende Pflanzen sind:

  • Kamille
  • Süßholzwurzel
  • Melisse

Magenschleimhaut schützen

Bei Magenerkrankungen ist häufig der Schleimhautschutz gestört - zusätzlichen Schutz bietet:

  • Eibischwurzel

Magen entsäuern

In flüssiger Form, wie beim EWALIA Magensaft, dämpfen folgende Kräuter die Säureproduktion des Mages:

  • Kamille
  • Süßholzwurzel
  • Fenchel

 

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