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Rosmarin

Die anregende und belebende Wirkung des aromatischen Rosmarins (Salvia rosmarinus, Rosmarinus officinalis) wird in der Tiermedizin schon seit langer Zeit vielfältig genutzt. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Rosmarins fördern die Durchblutung und sind bei Herz-Kreislauf-Schwäche, aber auch bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wirksam.

Rosmarin liebt die Sonne! Ursprünglich stammt das aromatische Kraut aus dem Mittelmeerraum, wo es bis nach Portugal heimisch ist. Der Name „Rosmarin“ leitet sich vom Lateinischen „ros marinus“ ab, was soviel wie „Tau des Meeres“ bedeutet. In nördlicheren Ländern kann Rosmarin im Außenbereich nur bedingt überwintern. Die mediterrane Pflanze ist zwar winterfest, aber nicht winterhart. Das bedeutet, dass niedrige Temperaturen um den Gefrierpunkt vertragen werden, für tiefere Temperaturen im Minusbereich braucht die Pflanze allerdings Schutz.

Botanisch wird Rosmarin als ein dicht verzweigter, immergrüner Halbstrauch beschrieben. Er kann eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern erreichen. In kälteren Regionen beschränkt sich das Wachstum auf eine Höhe von ca. einem Meter. Mit zunehmendem Alter beginnt der Strauch zu verholzen, wobei ältere Äste eine abblätternde Rinde aufweisen.

Die schmalen, linearen Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün und von einer ledrigen Schicht überzogen. Die Unterseite ist weiß bis grau und filzig behaart. Die leicht nach unten gerollte Blattform ist charakteristisch für auf trockenes und heißes Klima angepasste Pflanzen, und soll vor Austrocknung schützen. Die Oberseite der Blätter verfügt über Öldrüsen, welche beim Zerreiben ätherische Öle freisetzen.

Als Vertreter der Gattung Salvia ist der Rosmarin mit Salbei, Lavendel und Thymian verwandt. In unseren Breiten trägt er von März bis Mai eine Vielzahl von blauen Blüten, die rispenförmig angeordnet sind. Manche Zuchtformen bilden auch weiße, rosa oder lila Blüten. Aus den Blüten bilden sich kleine braune Klausenfrüchte, welche in der Reife zu einsamigen Teilfrüchten zerfallen.

In der Aromatherapie wird Rosmarin in drei verschiedene Chemo-Typen unterteilt. Grundsätzlich besteht ätherisches Rosmarinöl aus einer Zusammensetzung verschiedener Duftstoffe wie Campher, Pinen, Cineol und weiteren Terpenen, Flavonoide, Diterpenphenole und Gerbstoffe wie der bekannten Rosmarinsäure. Der Chemotyp eines ätherischen Öls bezieht sich auf die unterschiedliche Konzentration der einzelnen Inhaltsstoffe, abhängig von der Herkunft der verwendeten Rohstoffe. So gilt zum Beispiel Rosmarinöl aus Spanien als besonders reich an Campher wohingegen Rosmarinöl aus Nordafrika als besonders mild angepriesen wird. Von der Vereinigung der gewerblichen Aromapraktiker wurde Rosmarin zur Duftpflanze des Jahres 2020 gekürt.

Wie wird Rosmarin verwendet?

Als hocharomatisches Küchengewürz mit leicht bitterem, harzigem Geschmack ist Rosmarin fester Bestandteil der mediterranen Küche. Da die Pflanze bereits im Mittelalter in unseren Breiten bekannt war, hat sie auch Eingang in bodenständige Rezepte gefunden. Aufgrund seiner verdauungsfördernden Eigenschaften ist er auch als Gewürz bei deftigen Speisen beliebt.

Rosmarin wurde bereits in der Antike gepflanzt. Der Strauch war Aphrodite, der Göttin der Liebe, geweiht und spielte bei vielen Zeremonien als Schmuck oder als Räucherwerk eine große Rolle. Bis heute gehört Rosmarin in den Brautkranz, um eventuelle böse Geister von frisch Vermählten fernzuhalten. 

Nördlich der Alpen fand man den Rosmarin anfangs vor allem in Klostergärten. Unter anderem diente das Kraut ähnlich wie Weihrauch als Räucherkraut. Einer Legende nach, sollen Alchemisten im 14. Jahrhundert für Isabella Jagiellonica, Königin von Ungarn, das berühmte „Ungarisch Wasser“ hergestellt haben. Dieses gilt heute noch als ältestes Anti-Aging Elixier. Das ätherische Öl des Rosmarin ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Schönheitswässerchens. Auch im wohlbekannten Kölnischwasser ist Rosmarinöl enthalten. In weiteren kosmetischen Zubereitungen wird Rosmarin und ebenso sein ätherisches Öl genutzt. Aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften verwendet man Rosmarin unter anderem in Körpercremes zur Verbesserung des Bindegewebes und zur Linderung von Cellulitis. Doch auch in Bädern oder als Duftstoff in unzähligen Kompositionen ist der Rosmarin wieder zu finden. Da er auch auf die Kopfhaut durchblutungsfördernd wirkt und deren Fetthaushalt regulieren kann, findet Rosmarin und sein Öl ebenso zur vorbeugenden Behandlung von Haarausfall sowie in Shampoos Anwendung.

Für die Verarbeitung als Heilmittel werden die Blätter (Rosmarini folium) geerntet und entweder frisch oder getrocknet weiterverwertet. Rosmarin kann als Frischpflanzenpresssaft, als Tee, Pulver oder Tinktur verabreicht werden. Das ätherische Öl des Rosmarin wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

Rosmarin als Heilpflanze

Als Heilpflanze ist der Rosmarin als traditionelles pflanzliches Arzneimittel medizinisch anerkannt. Seine Wirkung ist krampflösend und durchblutungsfördernd. Die ESCOP empfiehlt Rosmarin zur Verbesserung der Leber- und Gallefunktion sowie bei dyspeptischen Beschwerden. Ebenso findet der Rosmarin bei Kreislaufbeschwerden und als leichtes Antiseptikum Anwendung. Äußerlich wird er zur Förderung der Wundheilung sowie zur Linderung bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Traditionell findet man Rosmarin und sein ätherisches Öl in zahlreichen Zubereitungen wie Salben, Bäder oder Öle zur Einreibung bei rheumatischen Beschwerden, Muskel und Gelenksschmerzen, wie auch bei Kreislaufbeschwerden und zur Förderung der Hautdurchblutung. Der NHV Theophrastus hat Rosmarin zur Heilpflanze des Jahres 2011 gekürt. Im Mittelalter empfahlen Heilkundige das Kraut bei Verdauungsproblemen, bei Wurmbefall, Leber- und Milzbeschwerden und zur Stärkung des Gehirns. Weiters diente er als Mittel gegen die Fallsucht (Epilepsie). So schrieb Leonhard Fuchs 1543 über den Rosmarin: „Er ist gut zu zitternden und lahmen Gliedern.“ Auch als Zutat für Riechsalze, die gegen Ohnmachts- und Schwächeanfällen in Mode kamen, erlangte er Bedeutung. In der Volksmedizin wurde Rosmarin zur Herzstärkung, bei Kopfschmerzen und bei Erschöpfung verwendet, was sich bis heute bestätigt hat.  In der Aromatherapie wird der Rosmarin als anregendes Mittel und zur Verbesserung der Konzentration verwendet. Man verwendet das Öl nicht nur zur Anregung von Kreislauf und Stoffwechsel. Es wird auch bei nervösen Beschwerden, geistiger Schwäche, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und bei seelischen Ängsten empfohlen. Hier ist zu beachten, dass es vom Rosmarin, je nach Herkunft, unterschiedliche Chemo-Typen gibt.

In der Tierheilkunde wird die Rosmarinsalbe seit langem für den Bewegungsapparat genutzt. So wird Rosmarin im Rossarzneibuch des Johannes Deigendesch, 1716:  bei „allen Verrenkungen, verkürzten Geäder und verletzten Nerven“ empfohlen. Das ätherische Öl wird für scharfe Einreibungen bei Durchblutungsstörungen, Lahmheiten und Lähmungen genutzt und soll bei Pferden auch unterstützend gegen Hautungeziefer wie zum Beispiel Milben helfen.

Welche Wirkstoffe enthält der Rosmarin?

Rosmarin enthält ätherisches Rosmarinöl welches aus verschiedenen Duftstoffen wie Campher, Pinen, Cineol und weiteren Terpenen, Flavonoide, Diterpenphenole und Gerbstoffe, wie der bekannten Rosmarinsäure zusammengesetzt ist. Die genaue Zusammensetzung bestimmt den jeweiligen Chemo-Typ. Für die antibakterielle, fungizide und durchblutungsfördernde Wirksamkeit ist in erster Linie das ätherische Öl verantwortlich. In geringen Dosen wirkt Rosmarinöl anregend auf das Nervensystem.

Bei welchen Beschwerden von Pferd und Hund kann Rosmarin hilfreich sein?

Wenn dein Pferd bei Hitze oder schwülem Wetter unter Kreislaufproblemen leidet, kannst du seinen Kreislauf mit Rosmarin in Schwung bringen. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Rosmarin kräftigen das Herz-Kreislauf-System und wirken durchblutungsfördernd. Speziell in Kombination mit Weißdorn kann Rosmarin die Funktion des Herz-Kreislaufsystems stabilisieren und erhalten.

Die anregenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften des Rosmarin wirken sich positiv auf den Bewegungsapparat von Pferden und Hunden aus und verhelfen Tieren mit Muskel- und Gelenksproblemen zu mehr Mobilität und Lebensfreude.

Unerwünschte Wirkungen:

Zu beachten ist, dass man ätherisches Rosmarinöl bei einer äußerlichen Anwendung nicht direkt auf die Schleimhäute, auf verletzte Haut oder in den Bereich der Augen auftragen sollte. Bei Gallenbeschwerden und Lebererkrankungen, sowie bei Vorliegen von offenen Wunden, Fieber, schweren Infektionen, Herzschwäche oder schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte eine Anwendung mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Bei Bluthochdruck sowie in der Schwangerschaft sollte man auf eine Anwendung von ätherischem Rosmarinöl verzichten, da hier eine wehenfördernde Wirkung auftreten kann. In sehr hohen Dosen kann Rosmarin bei innerlicher Anwendung die Magenschleimhaut reizen. Das konzentrierte ätherische Öl sollte niemals innerlich angewendet werden! Eine Überdosierung des ätherischen Öls kann beim Einatmen einen sogenannten Stimmritzenkrampf auslösen! Bei äußerlicher Anwendung (Salben, Sprays) wirkt Rosmarinöl, wie viele andere ätherische Öle, hautreizend. Bitte die Angaben des Herstellers beachten! Die Tiere sollten am Belecken der behandelten Stellen gehindert werden! Bei der Anwendung von Fertigpräparaten sollten die Dosierungsangaben des Herstellers nicht überschritten werden. 

Quellen:

  • https://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&view=article&id=126:rosmarin-ist-heilpflanze-des-jahres-2011&catid=36:pressetexte&Itemid=56
  • https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2010/06/09/rosmarin-ist-heilpflanze-des-jahres-2011
  • https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-422010/heilpflanze-des-jahres-2011/
  • http://www.welterbe-klostermedizin.de/index.php/arzneipflanzen/heilpflanze-des-monats/136-rosmarin-rosmarinus-officinalis-maerz-2012
  • https://arzneipflanzenlexikon.info/rosmarin.php
  • Das große Buch der Heilpflanzen (Apotheker M. Pahlow)
  • Wikipedia die freie Enzyklopädie