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Schafgarbe

Die weit verbreitete Schafgarbe gilt gemeinhin als Unkraut. Dabei zählt sie von alters her zu den wichtigsten Heilpflanzen der Volksmedizin: Die ätherischen Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe der Schafgarbe helfen bei Verdauungsstörungen und Appetitmangel, sie stabilisieren die Darmflora und wirken sich positiv auf den Blutkreislauf aus.

Unter dem Namen „Schafgarbe“ werden unterschiedliche, nur schwer unterscheidbare Korbblütler der Achillea-millefolium-Gruppe zusammengefasst.

Am bekanntesten ist die Gewöhnliche Schafgarbe, die auf Wiesen, Weiden, Wegrändern und Brachflächen zu finden ist. Die ausdauernde, mehrjährige, großflächig wurzelnde Pflanze stellt wenig Ansprüche an Klima und Boden und ist „kosmopolit“, d. h. so gut wie weltweit verbreitet. Die schmalen, typisch gefiederten Blätter sitzen auf derben Stängeln und können bis zur Blüte als Wildkraut gegessen werden, in älteren Stadien schmecken sie bitter.   

Die Pflanze zeigt von Ende Mai bis Mitte Oktober zumeist weiße, manchmal auch rosafarbene Körbchenblüten, die doldenartig zusammenstehen, sogenannte „Trugdolden“ mit einem angenehmen, würzig-süßlichen Geruch.

Eine Unterart ist die kräftig rosa blühende Sudetenschafgarbe (Achillea millefolium subsp. Sudetica), die in höheren Lagen wächst und sich auch in ihren Inhaltsstoffen von der Gewöhnlichen Schafgarbe unterscheidet.  

„Unkraut“ als Heilpflanze

Die Schafgarbe hat seit Urzeiten einen festen Platz in der Naturheilkunde. Allein die Fülle von Namen wie Frauenkraut, Allheilkraut, Grundheil, Bauchwehkraut oder Blutstillkraut weist auf ihre große Bedeutung hin. Der botanische Name Achillea bezieht sich auf den antiken Helden Achill, der laut Überlieferung verwundete Krieger mit Schafgarbe behandelt haben soll. Ihre blutstillende Wirkung und die Fähigkeit der Schafgarbe, die Wundheilung zu beschleunigen, brachten ihr die Bezeichnung „Soldatenkraut“ ein. 

Später wurden die jungen Blätter bzw. Extrakte der Schafgarbe vor allem für ihre starke blutreinigende Wirkung geschätzt und zur Kräftigung des Kreislaufsystems verwendet.  

Der Name „Schafgarbe“ leitet sich wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen Wort „garwe“ her, das so viel wie „heilen“ bedeutet, woraus geschlossen werden kann, dass Hirten ihren kranken Schafen das Kraut verabreichten, das von den Tieren gern gefressen wurde. Pferde lassen Schafgarbe auf der Weide zumeist stehen, das getrocknete Kraut wird jedoch gerne angenommen.

Zu Heilzwecken werden das Schafgarbenkraut (Millefolii herba) und die Schafgarbenblüten (Millefolii flos) verwendet. Die Pflanzenteile werden getrocknet oder als Frischpflanzenpresssaft verarbeitet. Die beste Sammelzeit ist im Sommer, wenn die Pflanze in voller Blüte steht – in der Mittagshitze sind die ätherischen Öle in allen Pflanzenteilen am kräftigsten.

Welche Inhaltsstoffe hat die Schafgarbe?

Die offizielle Schafgarbe enthält mindestens 0,20 % ätherisches Öl und 0,02 % Proazulene. Weitere Komponenten sind eine Reihe von Flavonoiden, Bitterstoffen und Gerbstoffen.  

Das ätherische Öl der Scharfgarbe beinhaltet – je nach Art – eine Vielzahl sogenannter Monoterpene (Duft- und Geschmacksstoffe), unter anderem Pinene, die für das starke Aroma der Pflanze verantwortlich sind, und Kampfer. Die Blüten haben den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen.

Die Proazulene der Schafgarbe sind weitere aromatische Bestandteile des ätherischen Öles. Dabei handelt es sich um Vorstufen der wirksamen Substanz Chamazulen, die durch Destillation vor allem auch aus der Echten Kamille gewonnen wird und eine charakteristische tiefblaue Farbe hat. 

Wie wirkt die Schafgarbe und wofür wird sie verwendet?

  • Bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen zeigt die Schafgarbe anregende und verdauungsfördernde Wirkung. Die Bitterstoffe der Schafgarbe wirken direkt auf die Geschmacksrezeptoren und erhöhen die Speichel- und Magensaftbildung. Weiters wird die Bildung von Gallensaft angeregt. Die Gerbstoffe der Pflanze bilden an der Schleimhautoberfläche einen Schutzfilm, der weiteren Irritationen vorbeugen kann.
  • Bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und leichten Krämpfen hemmt die Schafgarbe das Wachstum von schädlichen Bakterien und wirkt beruhigend und krampflösend.
  • Schafgarbe wirkt sich stärkend auf das Blutgefäßsystem aus.
  • Bei äußerer Anwendung sind Schafgarbe-Zubereitungen wirksam bei Entzündungen und Ödemen. Die ätherischen Öle und Proazulene wirken antibakteriell, entzündungshemmend und abschwellend. Ein Rezept aus früheren Zeiten empfahl beispielsweise einen Breiumschlag aus Schafgarbe und Lehm, um Mauke vorzubeugen.

Die Wirksamkeit der Schafgarbe wird durch die Kombination mit der eng verwandten Echten Kamille und mit Pfefferminze noch verstärkt.

Unerwünschte Wirkungen

Manche Achillea-Arten können allergische Reaktionen mit Ausschlägen und Juckreiz hervorrufen.
Achtung: Bei Tieren, die auf Korbblütler allergisch sind, sollte Schafgarbe nicht angewendet werden!

Quellen:

  • Heßel, M. (03 2013). Mein Tierheilpraktiker. Von Heilpflanze Schafgarbe: https://www.tierheilpraktiker.de/mein-tierheilpraktiker/alle-ausgaben/3-2013/164-heilpflanze-schafgarbe.html abgerufen
  • Länger, R., & Kupelka, W. (2001/2002). Schafgarbenkraut. Phytokodex. Von https://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Schafgarbenkraut.html abgerufen
  • Prentner, A. (2017). Heilpflanzen der traditionellen europäischen Medizin. Wirkung und Anwendung nach häufigen Indikationen. . Wien: Springer Verlag.
  • Purle, T. (05. 05 2020). Kräuterbuch.de. Von Schafgarbe: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Schafgarbe.html abgerufen
  • Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag