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Thymian

Der aromatisch duftende Thymian (Thymus vulgaris) hat eine lange Geschichte als Heilkraut für Tier und Mensch und gilt bis heute als wertvolle Arzneipflanze bei Atemwegsbeschwerden. Seine wohltuende Wirkung zeigt sich jedoch nicht nur bei Husten, sondern auch bei Verdauungsstörungen. 

Wo kommt Thymian vor?

Der 20–40 cm hohe Thymianstrauch bevorzugt trockene, heiße Sonnenplätze und kalkhaltigen Boden. Als anspruchsloses Küchenkraut ist er in vielen Sorten im mittel- und südeuropäischen Raum verbreitet. Der Echte Thymian (Thymus vulgaris), auch unter Römischer Quendel, Kuttelkraut oder Gartenthymian bekannt, ist offiziell und wurde 2006 sogar zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

Zur historischen Bedeutung des Thymian

Der Name „Thymian“ ist vom altgriechischen thymiana hergeleitet – so wurde das Räucherwerk bezeichnet, das in den antiken Tempeln den Göttern dargebracht wurde. Zweifellos hängt der Name also mit dem intensiven Duft des Thymiankrautes zusammen. Mönche aus dem Mittelmeerraum brachten den kleinen Strauch um 1100 n. Chr. als herba thymiana über die Alpen, wo man ihn als Genuss- und Arzneimittel zu schätzen lernte. So empfahl im 12. Jahrhundert Hildegard von Bingen den Thymian als Mittel der Wahl bei Keuchhusten.

Thymian mit Honig gekocht und getrunken ist förderlich und nützlich denjenigen, die das Keuchen und das schwere Atmen haben." Leonhart Fuchs, Arzt und Botaniker, „Das Kräuterbuch von 1543“ 

Thymian als Heilpflanze

Verwendet werden die ganzen, von den Stängeln abgerebelten Thymianblätter und -blüten, häufig als Tee. Besonders bewährt haben sich Sirupe, Tinkturen, Fluid- oder Trockenextrakte, die besser zu dosieren sind.
Die Mischung von Thymian mit Fenchel, Salbei, Süßholz und Anis erweitert das Wirkungsspektrum bei Atemwegsbeschwerden.

Die Hauptwirkstoffe des Thymians

Das Thymiankraut enthält eine Reihe von ätherischen Ölen, speziell Thymol und Carvacrol, sowie Gerbstoffe und Flavonoide.

Thymol ist ein ätherisches Öl, das ganz charakteristisch nach Thymian riecht. Es wird vom Organismus schnell absorbiert und im Magen und im Darm abgebaut. Thymol wirkt desinfizierend, antioxidativ, entzündungshemmend, antimikrobiell, antiviral und immunmodulierend.

Carvacrol ist ein dem Thymol ähnlicher, aber seltenerer Pflanzeninhaltsstoff. Die vor allem in mediterranen Pflanzen als Bestandteil ätherischer Öle vorkommende Substanz hat antioxidative, schmerzstillende und wärmende Wirkung. Zudem ist der Stoff in der Lage, das Wachstum verschiedener Bakterienarten wie u. a. Escherichia coli oder Staphylococcus aureus zu hemmen, da er die Zellmembran dieser Bakterien zerstört. In Verbindung mit Thymol hat Carvacrol entzündungshemmende und pilzhemmende Wirkung.

Positive Wirkung entfaltet auch das im Thymian enthaltene Luteolin, ein Flavonoid (Pflanzenfarbstoff), das als antioxidativ und entzündungshemmend beschrieben wird und das Immunsystem stärkt.            

Schon gewusst?

Thymian hat einen Orac (Oxygen-Radical-Absorption-Capacity)-Wert von über 27.000. Das spricht für enormes antioxidatives Potenzial. Zum Vergleich: Der Wert von frischem Obst liegt oft unter 5.000! Die antioxidative Wirkung der Pflanzenextrakte dürfte auf den radikalbindenden Eigenschaften verschiedener Bestandteile der ätherischen Öle beruhen. 

Die Wirkung von Thymian

Thymianpräparate werden vielfältig eingesetzt, hauptsächlich aber bei Husten.

Thymian unterstützt die Atemwege

Die auswurffördernden und krampflösenden Eigenschaften sowie die antimikrobielle Wirkung des Thymians helfen bei Beschwerden wie Reizhusten und Bronchitis. Extrakte aus Thymiankraut lindern den Hustenreiz und regen die Aktivität der Flimmerhärchen in den Schleimhäuten an. Damit wird der Abtransport von Schleim, der die Atemwege verlegt, gefördert. Die desinfizierende und immunmodulierende Wirkung von Thymol kann die Dauer der Erkrankung verkürzen.

Thymian unterstützt die Verdauung

Dass das Thymiankaut als Gewürz seinen festen Platz in der Küche gefunden hat, liegt nicht nur an seinem Aroma: Sein positiver Einfluss auf die Verdauung ist schon seit langer Zeit bekannt. Durch seine krampflösenden Eigenschaften trägt Thymian zur Entspannung der glatten Darmmuskulatur bei. Mit den verdauungsanregenden Eigenschaften des Thymians kann der Organismus auch bei Störungen der Leberfunktion unterstützt werden. Die ätherischen Öle der Pflanze stimulieren die Gallensaft- und Enzymsekretion und entfalten im Darm eine immunmodulierende und antibakterielle Wirkung. Damit wird das Wachstum von pathogenen Keimen gehemmt, ohne dass die gesunde Darmflora beeinträchtigt wird.

Nebenwirkungen

Bei Überdosierungen kann Thymol die Schleimhäute reizen und zu Durchfall und Erbrechen führen. Bei normaler Dosierung sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Achtung: Bei Tieren mit Gastroenteritis oder Nephritis sowie bei Trächtigkeit besser auf Thymianpräparate verzichten!

Quellen und weiterführende Literatur

  • Purle, T. (09. 01 2020). Kräuterbuch.de. Von Thymian: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Thymian.html abgerufen
  • Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag.
  • Thieme. (16. 01 2006). Von Thymian als Arzneipflanze: https://m.thieme.de/viamedici/aktuelles-medizin-und-wissenschaft-1650/a/thymian-als-arzneipflanze-5297.htm abgerufen