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Cushing beim Hund

Das Cushing-Syndrom gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen des Hundes. Betroffen sind vor allem Hunde ab einem Alter von 8 Jahren. Die Symptome entwickeln sich meistens über Monate hinweg und werden von Hundebesitzern oft dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben. Wenn Cushing nicht rechtzeitig erkannt wird, kann die Krankheit schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, die den Hund stark beeinträchtigen. Welche Anzeichen auf ein Cushing-Syndrom hindeuten und wie du deinem daran erkrankten Hund zu mehr Lebensqualität verhelfen kannst, erfährst du hier.

Was ist das Cushing-Syndrom?

Cushing ist eine hormonelle Erkrankung, bei der die Nebennierenrinde des Hundes zu viel körpereigenes Cortisol produziert. Eine spezielle Form der Erkrankung wird auch „Morbus Cushing“ genannt. Diese wird von einem Tumor in der Hirnanhangdrüse verursacht. Dadurch produziert die Hypophyse zuviel ACTH (adrenocorticotropes Hormon), was die Nebennierenrinde stimuliert. Das Cushing Syndrom kann aber auch andere Ursachen haben, wird dann allerdings nicht als „Morbus Cushing“ bezeichnet. Der Organismus des Hundes kann die übermäßige Ausschüttung des ATC-Hormons nicht mehr selbst regulieren, was zu einer Reihe von Symptomen – das Cushing-Syndrom – auslöst, die für den Hund zwar nicht lebensbedrohlich, aber sehr belastend sind. Ein lange bestehendes Cushing-Syndrom erhöht zudem das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Pankreatitis und für Blasensteine. Umso wichtiger ist es, Cushing rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Was ist Cortisol?

Cortisol ist uns als sogenanntes Stresshormon gut bekannt. Seine Aufgabe ist es, in Stresssituationen die Stoffwechselvorgänge zu aktivieren, um dem Organismus kurzfristig mehr Energie zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig hat es eine dämpfende Wirkung aufs Immunsystem, was in der Medizin häufig genutzt wird. Cortisol ist ebenso ein lebenswichtiges Hormon, das für den Stoffwechsel des Hundes eine tragende Rolle spielt. Es beeinflusst den Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel, den Wasser- und Elektrolythaushalt, den Blutdruck und das Immunsystem. Zusätzlich regt es eine verstärkte Zuckerspeicherung in der Leber an, unterstützt den Organismus in Belastungssituationen und schützt den Körper vor Überlastung. Daher kann der Cortisolspiegel situationsbedingt stark schwanken. Den Anstoß für die Cortisolproduktion in der Nebenniere gibt das bereits genannte ATC-Hormon, das in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) produziert wird und über den Blutkreislauf in die Nebenniere gelangt.    

Bei gesunden Hunden kommt es vor allem bei vermehrter Beanspruchung, wie zum Beispiel bei kurzfristig starker körperlicher Leistung, aber auch unter Stress zu einer vermehrten Cortisol-Ausschüttung. Wenn die zusätzliche Energie nicht mehr benötigt wird, stellt der Organismus die Produktion von Cortisol wieder ein, und der Hormonspiegel fällt wieder ab. Bei Erkrankungen der Hypophyse oder der Nebennieren sowie bei zusätzlicher Aufnahme von Cortisol in Form von Medikamenten (Cortison) kann die körpereigene Cortisolproduktion entgleisen. Ein ständiger Überschuss an Cortisol führt zu Morbus Cushing, ein Cortisol-Mangel löst die lebensbedrohliche Krankheit Morbus Addison aus.

Welche Symptome zeigt ein Hund mit Cushing Syndrom?

Nicht alle erkrankten Hunde zeigen dieselben Symptome, es treten aber zumindest zwei oder drei der häufigsten Veränderungen gleichzeitig auf:

  • großer Durst, vermehrtes Trinken und erhöhte Harnproduktion. Manche Hunde bilden so viel Harn, dass sie ihn nicht mehr halten können und nicht mehr stubenrein sind. Andere Hunde verlieren Harn im Schlaf.
  • verstärktes Hungergefühl bis hin zum Heißhunger, was zur Gewichtszunahme führt
  • vermehrtes Hecheln, kalte Liegeflächen werden bevorzugt
  • Haarverlust und fehlendes Nachwachsen der Haare. Typisch ist Haarausfall am Bauch, Rücken, an den Flanken, an der Rute, an den Ohren und an der Hinterseite der Hinterbeine. Das Fell wird stumpf und dünn, die Haare können sogar ganz ausfallen. Pfoten und Kopf sind fast nie betroffen.
  • dünne, trockene Haut („Papierhaut“), die durch Hyperpigmentierung oft dunkel verfärbt ist, vor allem am Unterbauch
  • verstopfte Talgdrüsen
  • eitrige Hautentzündungen
  • schlechte Wundheilung
  • Muskelschwund
  • Zunahme des Bauchumfangs durch Fetteinlagerung (Stammfettsucht), Entwicklung eines Hängebauchs, während die Beine durch den Muskelschwund sehr dünn erscheinen
  • Ausbleiben der Läufigkeit bei Hündinnen
  • Hodenatrophie (Hodenschwund) bei Rüden
  • neurologische Probleme
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen durch ein geschwächtes Immunsystem

Welche Hunde erkranken besonders oft an einem Cushing-Syndrom?

Bei einigen Hunderassen tritt Morbus Cushing öfter auf: Dackel, Pudel, Terrier, Cocker Spaniel, Beagle, Deutscher Schäferhund und Boxer sind häufiger betroffen. Die Hunde erkranken meistens in der zweiten Lebenshälfte, Hündinnen häufiger als Rüden.

Warum erkranken Hunde an Morbus Cushing?

Für die Entstehung des Cushing-Syndroms gibt es zwei organische Ursachen:

  • In ca. 85 % der Fälle liegt der Erkrankung ein Tumor (Knoten) in der Hypophyse zugrunde. Vor allem kleine Hunderassen sind davon betroffen. Diese Form von Cushing wird als hypophysärer Hyperadrenokortizismus bezeichnet. Das bedeutet, dass der Tumor ein Übermaß des Botenstoffs ACTH über den Blutkreislauf an die Nebennieren sendet und ihnen signalisiert, dass sie Cortisol produzieren sollen. Die Überproduktion des Hormons ACTH führt zu einer Vergrößerung der Nebennieren und zu einer ständigen und vermehrten Ausschüttung von Cortisol. Der Tumor selbst ist meistens klein und gutartig. Er verursacht nur in sehr seltenen Fällen Beschwerden, die sich z. B. in neurologischen Ausfällen äußern können.
  • Viel seltener ist ein Tumor in einer der beiden Nebennieren für die Entstehung von Morbus Cushing verantwortlich. Dieser Tumor produziert zu viel Cortisol und verursacht die typische Cushing-Symptomatik, die in diesem Fall als adrenerger Hyperadrenokortizismus bezeichnet wird. Die vom Tumor betroffene Nebenniere übernimmt die komplette Hormonproduktion, während sich die zweite Nebenniere verkleinert. Der Nebennierentumor kann gutartig oder bösartig sein.

Das sogenannte iatrogene Cushing-Syndrom entsteht durch die Zufuhr von Cortisol in Form von cortisonhaltigen Medikamenten. Die oft scharf kritisierten Cortison-Präparate sind aus der Veterinärmedizin nicht mehr wegzudenken. Sie sind wichtige und oft lebensrettende Bestandteile von Therapien! Leider führen sie, vor allem bei längerer Anwendung, wie z. B. bei Allergien, und in höherer Dosierung auch zu Nebenwirkungen. Egal, ob in Form von Spritzen, Tabletten oder Salben – Cortison-Präparate wirken sich immer auf den ganzen Organismus aus. Das iatrogene Cushing-Syndrom lässt sich durch langsames Reduzieren („Ausschleichen“) und Absetzen des Cortisons rückgängig machen.

Wie wird das Cushing-Syndrom diagnostiziert?

Bei Verdacht auf Cushing wird der Tierarzt zunächst eine Blut- und Urinuntersuchung durchführen, um typische Veränderungen festzustellen. Der Urin von erkrankten Hunden ist durch die verstärkte Flüssigkeitsaufnahme oft dünn und wässrig. Zusätzlich liegt oft eine bakterielle Harnwegsinfektion vor.
Im Blutbild fallen erhöhte Leberenzymwerte und oft auch hohe Blutfettwerte auf.  Weiters kann die Anzahl der Blutplättchen erhöht sein und eine Thromboseneigung bestehen.

Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes kann Aufschluss über eine Vergrößerung der Nebennieren geben. Tumore an der Nebenniere können ebenfalls dargestellt werden. Eine vergrößerte Leber, die auch mit einer Röntgenuntersuchung festgestellt werden kann, deutet zusätzlich auf Cushing hin.

Eine sichere Diagnose von Morbus Cushing kann nur durch spezielle Hormontests gestellt werden. Am häufigsten wird der Urin-Kortisol-Kreatinin-Quotient-Test durchgeführt, mit dem der Cortisolgehalt des Morgen-Urins des Hundes anhand von drei unabhängigen Proben untersucht wird.  Andere Tests untersuchen die Reaktion des Systems Hypophyse-Nebenniere nach Gabe von niedrig dosiertem Cortison.

Die Tests sind nicht ganz einfach auszuwerten und müssen möglichweise mehrmals wiederholt werden.

Achtung: Sollten die Tests kein eindeutiges Ergebnis bringen, darf der Hund nicht behandelt werden! Wenn der Cortisol-Spiegel zu stark abfällt, kann es zu einer lebensbedrohlichen Addison-Krise, also einer Nebennieren-Insuffizienz, kommen!

Wie wird Cushing behandelt?

Erkrankte Hunde werden mit einem Medikament behandelt, das die Produktion von Cortisol in den Nebennieren hemmt. Das Medikament muss täglich verabreicht werden – und dass, ein ganzes Hundeleben lang! Die Dosis muss auf jeden Hund individuell eingestellt werden, das heißt, man beginnt mit einer eher niedrigen Anfangsdosis und tastet sich langsam an die richtige Dosierung heran. Es kann einige Wochen dauern, bis eine deutliche Besserung der Symptome eintritt.

Bei einem Tumor der Nebennieren ist eine operative Entfernung der betroffene Nebenniere manchmal möglich. Die Operation ist allerdings schwierig und kann nur von Spezialisten durchgeführt werden.

Cushing-Hunde – Stammkunden beim Tierarzt?

Gerade in der Einstellungsphase sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt unumgänglich. Die Kosten für eine Therapie sind davon abhängig, welche Medikamentendosis der Hund benötigt und wie viele Kontrollen langfristig notwendig sind. Bei großen Hunden muss man mit hohen Behandlungskosten rechnen.

Wenn man dem Hund die unangenehmen Symptome und die Folgeerscheinungen des Cushing-Syndroms ersparen will, führt an der tierärztlichen Behandlung leider kein Weg vorbei. Durch eine ausgewogene Ernährung und die gezielte Zufütterung von Kräutern, die den Hormonhaushalt des Hundes in Balance bringen und die entgiftenden Organe entlasten, kann die Behandlung des Hundes noch unterstützt, und sein Wohlbefinden deutlich verbessert werden.

Wie soll ein Cushing-Hund gefüttert werden?

Hunde, die an Morbus Cushing leiden, sollten regelmäßig und mehrmals täglich gefüttert werden, um den Organismus nicht zu überlasten. Um das stark beanspruchte Immunsystem zu entlasten, verzichtet man besser auf „rohe“ Rationen. Hausgemachtes Futter sollte gekocht werden!  

Das Futter für einen Cushing-Hund sollte

  • energiearm sein und die Gewichtsabnahme ermöglichen, ohne dass es zu einem Abbau von Muskelmasse oder zu Unterversorgungen kommt. Langfristig sollte der Hund sein Idealgewicht halten.
  • einen geringen Fettgehalt haben, um die Leber des Hundes zu entlasten
  • leicht verdauliche Kohlenhydrate enthalten, um die Insulinausschüttung zu begrenzen
  • der Bildung von Harn- und Blasensteinen vorbeugen: Innereien, Eier und oxalsäurehaltiges Gemüse (z. B. Spinat) vermeiden!
  • Die Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen muss bei dieser Diät gesichert sein!

Als Futtermittel für den Cushing-Hund eignen sich

  • Fleisch mit geringem Fett- und hohem Proteingehalt wie z. B. Geflügel und magerer Fisch
  • leicht verdauliche Kohlenhydrate wie z. B. Reis – andere Getreide werden oft weniger gut vertragen
  • geringe Mengen von hochwertigen Ölen zur Aufwertung der Ration

Und die Leckerlis …?

Ganz auf Leckerlis verzichten muss der an Cushing erkrankte Hund nicht. Beim Kauf von Leckerlis sollte man aber auf die Zusammensetzung achten. Gut geeignet sind fettarme, getreidefreie Produkte auf Obst- oder Gemüsebasis, die dem Hund genauso gut schmecken.

Welche Kräuter tun einem Cushing-Hund gut?

Die hormonregulierende Wirkung des Mönchspfeffers (Vitex agnus-castus L.) ist gut erforscht. Vom HMPC (Herbal Medicinal Product Committee) wurden Auszüge der Früchte als traditionelles, pflanzliches Arzneimittel anerkannt. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken auf die Dopaminrezeptoren in der Hypophyse, unterstützen die Stress-Regulation und hemmen indirekt die Ausschüttung von Cortisol.

Petersilie (Petroselinum crispum) und Damiana (Turnera diffusa) enthalten den Wirkstoff Apigenin. In Studien gab es Hinweise darauf, dass sich dieser Wirkstoff positiv auf die Cortisol-Ausschüttung im Körper auswirken kann, und somit die Begleiterscheinungen von Stress vermindern kann.

Zimt (Cinnamomum verum J) hat in Studien bei Mäusen eine blutzuckersenkende Wirksamkeit gezeigt.

Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) erhält und aktiviert die körpereigene Widerstandskraft, besonders bei außergewöhnlichen körperlichen Belastungen wie Stress. Die Pflanze wird auch „sibirischer Ginseng“ genannt und verfügt über adaptogene, stimulierende und immunmodulierende Eigenschaften.

Die Hagebutte (Rosae fructus) mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C unterstützt das geschwächte Immunsystem.

Mariendistelfrüchte (Silybum marianum (L.) fördern die Leberfunktion und helfen bei der Regeneration von Leberzellen. Als traditionelles, pflanzliches Arzneimittel sind sie vom HMPC (Herbal Medicinal Product Committee), der ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) sowie der Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) medizinisch anerkannt.

Die Brennnessel (Urtica dioica) zählt ebenso zu den traditionellen, pflanzlichen Arzneimitteln und trägt durch ihre stoffwechselfördernde Wirkung zur Entgiftung des Organismus bei.

Kann man dem Cushing-Syndrom vorbeugen?

Generell sollte jeder Hundehalter seinen pelzigen Freund gut beobachten! Ungewöhnliche Symptome und Änderungen im Verhalten können Hinweise auf eine Erkrankung sein. Tierärzte empfehlen, bei Hunden ab dem Alter von sechs Jahren einmal jährlich eine Blut- und Harnuntersuchung durchführen zu lassen. Bei älteren Tieren, besonders jener Rassen, die ein höheres Risiko haben an Cushing zu erkranken, bringt eine jährliche Ultraschalluntersuchung Sicherheit.

Quellen

  • https://www.tieraerzteverlag.at/vetjournal/202003/cushing-syndrom
  • https://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/innere_medizin/leistungen/endokrinologie/hyperadrenokorti.pdf
  • Annette Liesegang: Fütterung bei Erkrankung der Nebennieren bei Hund, Katze und Pferd (=https://www.tierer.uzh.ch/12)
  • https://arzneipflanzenlexikon.info/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11948020/
  • Wikipedia die freie Enzyklopädie
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