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Taigawurzel

Der sibirische Ginseng, auch borstige Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) genannt, ist für seine leistungsstärkende, immunmodulierende und adaptogene Wirksamkeit weitgehend bekannt. In der russischen Volksmedizin wird die stärkende Wunderwurzel seit langem verwendet. Ihre leistungssteigernde Wirksamkeit bei Mensch und Tier wurde in sowjetischen Studien bereits in den 50iger Jahren belegt. Doch wollte man in Zeiten der alten Sowjetunion das Wundermittel für sich behalten, weshalb die Ausfuhr der Taigawurzel verboten war. Als natürliches Dopingmittel wurde sie sogar vom sowjetischen Olympiateam angewendet. Heute wird der Weltmarkt mit der Pflanzendroge und deren Extrakte aus den Regionen China, Korea und Russland versorgt.   

Wo wächst die Taigawurzel her und wie sieht sie aus?

Ursprünglich ist die Taigawurzel in den borealen Nadelwäldern Ostsibiriens beheimatet. Das Verbreitungsgebiet reicht bis nach Japan, Südkorea und den nördlichen Provinzen Chinas, wo die Pflanze inzwischen auch großflächig angebaut wird. Die Taigawurzel zählt ebenso wie der Ginseng oder der Efeu zur Familie der Araliengewächse. Die Verwandtschaft spiegelt sich auch in den doldenartigen Blüten wieder, welche nach der Bestäubung ähnlich wie der Efeu beerenartige, blauschwarze Früchte bilden. Der sommergrüne Strauch erreicht meist eine Wuchshöhe von ca. 3 Metern, selten auch höher. Bis hin zu den Blattstielen ist er dicht mit kleinen Stacheln besetzt, was ihm den lateinischen Beinamen „senticosus“ = „reich an Stacheln“ eingebracht hat. Die fein gesägten Laubblätter sind fünfzählig und gestielt. Verwendet werden jedoch die unterirdischen Teile, also der rübenförmige Wurzelstock.

Wie wird die Taigawurzel verwendet?

Die Taigawurzel wurde vom Herbal Medicinal Product Comitee (HMPC) als traditionelles, pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Zu den medizinisch anerkannten Anwendungsbereichen gehören vor allem die Erhaltung und Aktivierung der körpereigenen Widerstandskraft bei außergewöhnlichen Belastungen. Auch die Kommission E empfiehlt die Taigawurzel als Tonikum zu Stärkung bei Müdigkeit und Schwächegefühl, sowie zur Stärkung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und in der Rekonvaleszenz. Die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) empfiehlt die Taigawurzel bei geistiger und körperlicher Schwäche, bei Erschöpfung, Müdigkeit und abnehmender Konzentrationsfähigkeit.

Traditionell wird die Taigawurzel zur Milderung der Symptome bei Asthenie verwendet. Im Allgemeinen werden ihr tonisierende, stimulierende, Immunmodulierende, antivirale, blutzuckersenkende, entzündungshemmende und adaptogene Eigenschaften zugeschrieben. Zahlreiche Studien bestätigen die positive Wirksamkeit auf unser Immunsystem. In Versuchen mit Extrakten aus der Wurzel wie auch aus der Rinde der Pflanze wurden unterschiedliche Ergebnisse bezüglich der Wirkung auf unser Immunsystem festgestellt. So werden die Signalwege unserer Immunzellen auch vom Rindenextrakt beeinflusst, das Wurzelextrakt zeigte aber eine wesentlich signifikantere Wirkung auf die Entzündungsprozesse. Auch im Tiermodel wurde in Versuchen die Leistungsfähigkeit von Mäusen durch die Gabe von Taigawurzelextrakt signifikant verlängert.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden der Taigawurzel antirheumatische, spasmolytische, krampflösende, analgetische, adaptogene und aphrodisierende Eigenschaften zugesprochen. Wobei auch hier die Erhöhung der Stresstoleranz und die vitalisierende Wirksamkeit im Vordergrund steht. Der Geschmack der Wurzel ist scharf, bitter und süß. Sie wirkt auf die Funktionskreise von Lunge, Leber, Niere, Milz und Herz. Sie tonisiert das Qi dieser Funktionskreise und wird bei chronischen Krankheiten, zur Nachbehandlung bei Operationen, bei Ausdauermangel und verminderter Vitalität, allgemeiner Schwäche, Müdigkeit, Abschlagenheit, Erschöpfung, Konzentrations- und Schlafstörungen, sowie bei Abwehrschwäche und zur begleitenden Therapie bei Chemo- oder Bestrahlungstherapie verwendet. Auch bei Infektanfälligkeit, Immunschwäche, bei Umstellungsschwierigkeiten, diversen Belastungen sowie bei Durchblutungsstörungen oder diversen Problemen mit dem Bewegungsapparat findet die Taigawurzel in der traditionellen chinesischen Medizin ihren Einsatz.

Lange Zeit waren im Handel nur Extrakte der Wurzel erhältlich. Daher ist hier vor allem die Anwendung als Tinktur, in Form von Tropfen oder auch als Trockenextrakt in Form von Kapseln verbreitet. Die getrocknete Wurzel kann allerdings auch als Tee verwendet werden. Dazu wird ein Aufguss der getrockneten, pulverisierten Wurzel bereitet. Nach dem Übergießen mit kochendem Wasser lässt man den Ansatz 10 bis 15 ziehen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt ein bis drei Tassen über den Tag verteilt getrunken. Doch Vorsicht mit der Anwendung bei Bluthochdruck! Ebenso eine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird aufgrund mangelnder Studien nicht empfohlen. Als mögliche Nebenwirkungen oder bei Überdosierung können Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Herzklopfen oder auch Kopfschmerzen auftreten. Vereinzelt wurden auch Wechselwirkungen mit Antidiabetika, Barbituraten und Antithrombotika beobachtet.

Welche Wirkstoffe sind in der Taigawurzel enthalten?

Als Arzneidroge verwendet wird die getrocknete, geschnittene oder auch gemahlene Wurzel (Eleutherococcus radix). Das europäische Arzneibuch fordert hier einen Mindestgehalt bestimmter Eleutheroside. Dabei handelt es sich um ein Wirkstoffgemisch, aus unterschiedlichen Stoffen der Glycoside aber auch Saponine, welche für die Hauptwirksamkeit verantwortlich sind. Die Sammelbezeichnung Eleutheroside ist hierbei irreführend, da es sich um kein einheitliches Wirkstoffgemisch handelt. So handelt es sich zum Beispiel beim Eleutherosid B um Syringin, ein Phenylpropanoid welches auch in der Rinde des Flieders enthalten ist. Desweiteren sind Lignane, Cumarine, Triterpensaponine, herzwirksame Steroidglycoside, und schleimbildende Polysaccharide enthalten.

Bei welchen Beschwerden von Pferden und Hunden kann die Taigawurzel hilfreich sein?

Sowohl für den Menschen wie auch beim Tier kann die Taigawurzel als Tonikum, zur Stärkung und Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz und auch für alte Tiere eingesetzt werden. Besonders in Zeiten der vermehrten Belastung, bei stressbedingten Anforderungen wie Stallwechsel oder auch an Silvester, aber auch zur Genesung nach Erkrankungen, Operationen oder zur Stärkung der Immunabwehr kann die Taigawurzel ihr Tier unterstützen. In klinischen Studien an Mäusen wurde die unspezifische Widerstandsfähigkeit von Mäusen des Körpers bei Stress und Müdigkeit signifikant erhöht. Die Leistungsfähigkeit der Tiere bei Schwimmversuchen wurde erhöht und ebenso eine positive Wirksamkeit auf das Immunsystem wurde festgestellt. So scheint die Taigawurzel für Mensch und Tier ein weitreichendes Potential zu bieten unsere Gesundheit zu fördern und zu erhalten, unsere Leistungen sowohl körperlicher wie auch geistiger Natur zu steigern und uns bei Krankheit sowie im Alter zu unterstützen um das allgemeine Wohlbefinden bestmöglichst zu erhalten.

Quellen

  • https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Taigawurzel
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Borstige_Taigawurzel
  • https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/taigawurzel
  • https://arzneipflanzenlexikon.info/taigawurzel.php
  • https://www.therapeutika.ch/Eleutherococcus+senticosus
  • Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis (Springer 978-3-622-48794-5)
  • Praxisbuch: Westliche Heilkräuter und chinesische Medizin (978-3-901618-84-0)
  • https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-012016/unterstuetzung-fuer-die-koerperpolizei/

Studien

  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32065954/
  • https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711320300143?via%3Dihub
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18607235/
  • https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20920564/
  • https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378874104004234?via%3Dihub