Ab 50 € versandkostenfreie Lieferung

100% Natur pur

100% Tierliebe

    +433115930800      |          [email protected]

Ab 50 € versandkostenfreie Lieferung

100% Natur pur

100% Tierliebe

    +433115930800      |          [email protected]

Echter Eibisch

Echter Eibisch (Althea officinalis L.) hat eine reizlindernde Wirkung - bei gereizten Schleimhäuten gibt es für Pferd und Hund ein bewährtes Mittel: Eibischblätter und Eibischwurzel versprechen rasche Linderung bei Reizhusten und auch bei Irritationen der Magenschleimhaut.

Verbreitung und Herkunft des Eibisch 

Die bis zu 2 m hohe Eibisch-Staude ist in Mittel- und Osteuropa weit verbreitet und bevorzugt salz- und kalkhaltige Böden, kommt aber auch auf feuchten Wiesen und Weiden vor. Von Juli bis September zeigt sie hellrosa, seltener auch weiße Blüten. Im ersten Jahr treibt der Eibisch eine spindelförmige weiße Wurzel aus, die bald zu einem verästelten, kriechenden Wurzelstock mit fingerdicken Verzweigungen auswächst. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird oft auch Hibiskus als Eibisch bezeichnet. Beide Pflanzen gehören zwar zur Familie der Malvengewächse, sind aber eigene Gattungen.

Marshmallows ...

Eibisch diente früher als – wenn auch ziemlich langweilig schmeckendes – Nahrungsmittel. Die Wurzeln wurden gekocht und gebraten, die Blüten und Blätter fanden als Suppenkraut und als Salatgemüse Verwendung. Aus dem Wurzelsud, versetzt mit Gewürzen, wird der als Hustenbonbon bekannte Eibischteig hergestellt. Der klebrige Sud bildet auch die Grundlage für die beliebten Marshmallows. Der Name leitet sich übrigens von der englischen Bezeichnung marsh mallow (Sumpfmalve) für den Eibisch ab.    

In der Phytotherapie kommen zur Anwendung:

  • die vor und während der Blüte gesammelten und getrockneten Laubblätter (Althaeae folium)
  • die im zweiten Jahr geerntete, getrocknete Eibischwurzel (Althaeae radix) und
  • seltener auch die Blüten (Althaeae flos)

Inhaltsstoffe und Wirkung des Eibisch

Die reizlindernde Wirkung des Eibischs beruht auf hohen Mengen von sehr komplex zusammengesetzten polysacchariden Schleimstoffen. So enthalten die Blätter 6 bis 10 % Schleimstoffe, der Gehalt ist kurz vor der Blüte am höchsten. In der Wurzel sind je nach Zeitpunkt der Ernte 10 bis 25 % Schleimstoffe enthalten. Weiters liefert sie Pektine, Stärke und Zuckerarten.

In Laborstudien wurde nachgewiesen, dass diese Schleimstoffe einen gut haftenden Schutzfilm auf der Oberfläche von Schleimhautepithelien ausbilden und damit eine überwiegend physikalische Wirkung entfalten. Wird die Schleimhaut gereizt, entwickeln die Flimmerzellen des Epithels hohe Aktivität, um den Abtransport von Fremdkörpern und Mikroorganismen zu beschleunigen. Beschwerden wie Husten oder Magenschmerzen sind die Folge. Durch die einhüllende Wirkung der aus dem Eibisch gewonnenen Schleimstoffe werden lokale Reizungen gemildert, indem sie den Selbstreinigungsprozess der Flimmerzellen hemmen und eine Schutzschicht bilden, die sich beruhigend auf entzündete Schleimhäute auswirkt.

Wässriger Eibischextrakt und auch das daraus gewonnene Polysaccharidgemisch können weiters die Stoffwechselaktivität der hornbildenden Zellen in der Oberhaut und den Bindegewebszellen der Unterhaut steigern. In-vitro-Experimente mit Zellkulturen haben gezeigt, dass Eibisch-Extrakte das Wachstum von Zellen beschleunigen und die Zell- und Geweberegeneration stimulieren können. Man kann daher auch von einer zellspezifischen Beeinflussung der Schleimhautzellen ausgehen.

Kürzlich wurde dem Eibisch auch entzündungshemmende Wirkung bescheinigt: Eibischwurzelextrakt, aus dem die Schleimstoffe entfernt wurden, konnte durch eine deutliche Hemmung von Enzymaktivitäten im Bindegewebe das Risiko für entzündliche Prozesse vermindern.

Anwendung des Eibisch

Durch seine schützenden Eigenschaften wirkt sich Eibisch positiv auf Schleimhautreizungen im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich aus. Der damit verbundene Hustenreiz nimmt ab.

Bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut kann Eibisch weiteren Reizeinwirkungen vorbeugen.

Achtung: Eibisch sollte nicht zusammen mit anderen Medikamenten gegeben werden, da die Schleimstoffe die Aufnahme von Arzneimitteln beeinträchtigen können!

Quellen und weiterführende Literatur

  • European Medicins Agency. (12. 07 2016). Von Committee on Herbal Medicinal Products: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiK9ObKno7tAhVcQEEAHcf1C4UQFjAAegQIAhAC&url=https%3A%2F%2Fwww.ema.europa.eu%2Fen%2Fdocuments%2Fherbal-monograph%2Ffinal-european-union-herbal-monograph-althaea-officinalis-l-radix_en abgerufen
  • Hensel, A., & Sendker, J. (27. 10 2016). Eibischwurzel. Deutsche Apotheker Zeitung, S. S.52. Von https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2016/daz-43-2016/eibischwurzel abgerufen
  • Medizinalpflanzen. (2020). Von http://www.medizinalpflanzen.de/systematik/6_droge/althae-r.htm abgerufen