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Damiana

Damiana (Turnera diffusa) wird in Mexiko seit Urzeiten bei Muskel- und Nervenschwäche, Erschöpfung und Schwindel verwendet. Schon die Maya nutzten Damiana-Extrakte als Stimmungsaufheller, Energiespender – und nicht zuletzt als Aphrodisiakum.

Was ist Damiana?

Der stark duftende Strauch, der bis zu 2 m hoch werden kann, gehört zur Familie der Safranmalvengewächse. Damiana kommt in trockenen Gebieten in Mittel- und Südamerika und in einigen Regionen Afrikas vor und wird vor allem in Mexiko wild gesammelt und in großen Mengen exportiert. 

Im 17. Jahrhundert wurde die Pflanze von dem spanischen Missionar Juan Maria de Salvatierra erstmals beschrieben: Die mexikanischen Ureinwohner würden aus den Blättern einen wässrigen Extrakt herstellen, den sie, mit Zucker gesüßt, als Liebestrank zu sich nähmen. De Salvatierra nannte die bislang unbekannte Pflanze „Damiana“, nach dem hl. Damian, dem Schutzpatron der Apotheker.

Aus der spanischen Kolonialzeit sind Anwendungen von Damiana-Extrakten bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen überliefert. So war die Pflanze bei den Maya, die getrocknete Damiana-Blätter zur Entspannung und zur Lungenreinigung rauchten, auch als „Asthmabesen“ bekannt. Weiters wurde Damiana als Mittel gegen Diabetes, Malaria, Menstruationsstörungen und Entzündungen des Urogenitaltrakts eingenommen.

In Nordamerika wurden bis ins späte 19. Jahrhundert Tinkturen auf Damiana-Basis als beliebtes Stärkungsmittel verkauft. Das Damiana-Produkt The Mormon Elder’s Wafers wurde sogar als Universalheilmittel gegen Schlaflosigkeit, Lähmungen, Albträume und Potenzstörungen angepriesen. 

Inhaltsstoffe und Wirkung von Damiana

Traditionell werden die nach Pfirsich und Limonen duftenden Blätter sowie die Zweige des Strauchs verarbeitet, die während der Blütezeit geerntet werden. Getrocknet können sie als Tee, alkoholische Tinktur oder wässriger Extrakt verabreicht werden. Die Fruchtkapseln mit den Samen werden ebenfalls getrocknet und anschließend pulverisiert.

In den Blüten und Blättern von Damiana finden sich ätherische Öle wie Thymol, Gerbstoffe wie Tannin sowie Proteine und Stärke. Zudem enthält die Pflanze mit dem zur Gruppe der Flavone (sekundäre Pflanzenfarbstoffe) gehörenden Apigenin und der organischen Verbindung Arbutin zwei weitere medizinisch hochwertige Inhaltsstoffe.

Apigenin kommt u. a. auch in Kamille, Petersilie, Schafgarbe oder Sellerie vor. Der Stoff, der häufig in Kosmetika verwendet wird, hat antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. In Studien konnte außerdem belegt werden, dass Apigenin durch UV-Licht entstandene Hautschäden verringert und sogar die Vermehrung von Krebszellgewebe unterbindet. Weiters kann das Flavon auch zur Erhaltung des Östrogengleichgewichts beitragen und nervöse Unruhe und andere Begleiterscheinungen von Stress mildern.

Arbutin, ein Glucosoid, ist dagegen ein relativ seltener pflanzlicher Wirkstoff, der beispielsweise auch in Himbeeren enthalten ist. Der Stoff hat eine hohe Bioverfügbarkeit und wird im Magen-Darm-Trakt sowie über die Nieren abgebaut. Arbutin wirkt stark antibakteriell, antioxidativ, zusammenziehend und desinfizierend. Möglicherweise regulieren die antioxidativen Eigenschaften die Schleim- und Säureproduktion der Magenschleimhaut und wirken dadurch schützend bei Entzündungsreaktionen. Da der Stoff über Stunden im Harntrakt bleibt, werden arbutinhaltige Präparate zur Behandlung von bakteriellen Infektionen der Harnwege durch Staphylokokken, Klebsiella, Citrobacter und Pseudomonas effektiv eingesetzt.

Bei welchen Beschwerden kann Damiana angewendet werden?

Im südamerikanischen Raum werden Damiana-Zubereitungen vor allem als stärkendes Tonikum zur Appetitanregung und in der Behandlung von nervösen Beschwerden angewendet.

In unseren Breiten werden Damiana-Präparate eingesetzt, um bei Stress, Nervosität und Magenbeschwerden die physische und psychische Balance wiederherzustellen.

Damiana gilt als

  • aufbauend
  • stimmungshebend bei gleichzeitig ausgleichender Wirkung
  • appetitanregend
  • fruchtbarkeitsfördernd und gebärmutterstärkend.   

Nebenwirkungen

Der Wirkstoff Arbutin stand längere Zeit im Verdacht, in höheren Dosen krebserregend zu sein. In neueren Studien konnte jedoch gezeigt werden, dass Arbutin sogar in der Lage ist, Leberzellen zu reparieren.

Achtung: Damiana soll vor Operationen nicht verabreicht werden, da es zu negativen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel kommen kann. Bei trächtigen und säugenden Tieren sollte ebenfalls auf Damiana-Produkte verzichtet werden!

Quellen:

  • Heilpflanzen Online. (2020). Von Damiana: https://www.heilpflanzen.online/pflanzenportraits/damiana/ abgerufen
  • Prentner, A. (2010). Bewusstseinsverändernde Pflanzen von A–Z. Wien: Springer Verlag.
  • Purle, T. (27. 05 2018). Kräuterbuch.de. Von Damiana: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Damiana.html abgerufen