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Ginseng

Dem aus Ostasien stammenden Ginseng (Panax ginseng) werden in seiner Heimat lebensverlängernde und verjüngende Eigenschaften zugeschrieben. Tatsächlich stimulieren die Wirkstoffe der Ginsengwurzel das Immunsystem, regen den Stoffwechsel an und wirken sich positiv bei Stress und Erschöpfung aus. Besonders für unsere Hundesenioren ist Ginseng ein wertvolles Mittel bei Müdigkeit und Schwäche und trägt zu mehr Wohlbefinden im Alter bei. 

Wo kommt der Ginseng her, und wie sieht er aus?

Ginseng stammt ursprünglich aus den schattigen Bergwäldern Koreas und der Mandschurei. Die ausdauernde, krautige Ginseng-Pflanze gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und ist damit mit dem bei uns heimischen Efeu verwandt. Sie wird 30 bis 80 cm hoch und kann angeblich bis zu 100 Jahre alt werden. Die oberirdischen Teile des Ginsengs sind eher unscheinbar. Auf einem runden, aufrechten Stängel stehen drei bis sechs Laubblätter zusammen, die stark gesägten eiförmigen Blätter sind auf der Unterseite behaart.

Wilder Ginseng wächst sehr langsam. Erst ab dem Alter von drei Jahren bildet die Pflanze auf einem eigenen Blütenstandschaft gelblich- oder grünlich-weiße Blütendolden aus. Die Blütezeit dauert von Juni bis Juli. Aus den Blüten entwickeln sich ca. erbsengroße, leuchtend rote beerenartige Steinfrüchte, welche die nierenförmigen Samen enthalten.

In seiner Heimat wurde wild wachsender Ginseng schon vor Beginn unserer Zeitrechnung medizinisch genutzt. Der Legende nach soll Ginseng vor 1.500 Jahren erstmals kultiviert worden sein, um den steigenden Bedarf an der „allheilenden“ Wurzel zu decken.

Heute wird Ginseng in China, Korea, Japan und Russland auf Plantagen angebaut. Nach frühestens vier Jahren können die Wurzeln geerntet werden, je älter die Pflanze, desto mehr Wirkstoffe sind in der Wurzel enthalten. Große Wurzeln, die zehn Jahre oder älter sind, werden dementsprechend teuer gehandelt. In der Natur dauert es Jahrzehnte, bis sich die ca. 12 cm lange Wurzel fertig ausgebildet hat!
In den 1980er-Jahren entstanden erste Ginseng-Plantagen in Mitteleuropa, beispielsweise in der Lüneburger Heide (D) und in der Schweiz. Seit 1999 wächst die wundersame Wurzel auch im niederösterreichischen Waldviertel.

Welche Teile des Ginsengs kommen in der Phytotherapie zur Anwendung?

Die wirksamen Inhaltsstoffe des Ginsengs befinden sich in den weiß-gelblichen, seltsam geformten, Wurzeln (Ginseng radix). Das feste, rübenartige Wurzelgebilde mit zahlreichen Nebenwurzeln ist ab der Mitte zwei- oder mehrfach geteilt und erinnert an einen menschlichen Körper mit Gliedmaßen. Häufig trägt die Wurzel an ihrem oberen Ende auch einen „Kopf“. Darauf verweist auch der Name „Ginseng“, der im Chinesischen „menschenähnlich“ bedeutet. Die Wurzeln werden im Herbst ausgegraben. Sie riechen etwas eigenartig, und ihr Geschmack ist anfangs bitter. Bei längerem Kauen schmeckt Ginseng dann aber süßlich und ein wenig schleimig.

Für die Konservierung von Ginsengwurzeln gibt es zwei Methoden: Für „weißen Ginseng“ wird die Wurzel gewaschen, geschält und in der Sonne getrocknet.

„Roter Ginseng“ wird hergestellt, indem man die Wurzel vor dem Trocknen über heißem Wasserdampf erhitzt. Beim Trocknungsprozess werden die Wurzeln hart und verändern ihre Farbe. Roter Ginseng ist mindestens ein Jahr haltbar, enthält aber weniger Wirkstoffe als weißer Ginseng.

Als Arzneidroge wird daher zumeist weißer Ginseng eingesetzt. Die Wurzeln werden zu Pulver, Tinkturen oder flüssigen Extrakten verarbeitet. Getrocknete Ginsengwurzel kann auch als Tee zubereitet werden. Weil der Wirkstoffgehalt von der Qualität und dem Alter der Wurzel abhängt, ist es schwierig, die passende Dosierung zu finden. Empfehlenswerter ist es, auf standardisierte Produkte zurückzugreifen.

Ginseng wirkt allmählich und sollte daher über einen längeren Zeitraum zugefüttert werden.

Wie wird Ginseng verwendet?

Ginseng wird als die bedeutendste Arzneipflanze des ostasiatischen Raumes angesehen. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ginsengwurzel bei Schwächezuständen und zur Steigerung der körpereigenen Abwehrfähigkeit angewendet. Ginseng die soll Lebensenergie Qi stärken und Bluthusten sowie Magenbeschwerden und sogar Vergiftungen heilen.

Niederländische Seefahrer brachten die „Menschenwurzel“ im 17. Jahrhundert nach Europa. Ginseng galt bald als fernöstliches Wundermittel gegen Alter und Gebrechlichkeit und als Stärkungs- und Potenzmittel. In höfischen Kreisen war er heiß begehrt, vor allem am Hof des französischen Sonnenkönigs Ludwig IV. kam es zu einem richtigen Ginseng-Hype. Das Volk hätte sich das seltene fremdländische Gewächs niemals leisten können, denn Ginseng war wertvoller als Gold.

Mit der Kultivierung der Pflanze wurde die Ginsengwurzel erschwinglich. Ginseng fand Eingang in die Volksmedizin und galt als wirksames Mittel bei kalten Gliedmaßen, Auszehrung, Appetitlosigkeit und Impotenz.

Die vielfältige Wirkung von Ginseng wurden in vielen internationalen wissenschaftlichen Studien untersucht. Ginsengextrakte wirken nachweislich abwehrsteigernd und adaptogen, d. h., sie steigern die Anpassungsleistung des Organismus bei besonderen Anforderungen wie Stress. Sie erhöhen die physische und psychische Leistungsfähigkeit und helfen gegen Müdigkeit und Schwächegefühl.
In der Veterinärmedizin wird Ginseng vor allem als Kräftigungsmittel bei schwachen, alten oder rekonvaleszenten Tieren verwendet.

Welche Wirkstoffe enthält Ginseng?

Ginseng enthält sogenannte Ginsenoside, die zur Gruppe der Saponine gehören. Viele Pflanzen bilden diese seifenähnlichen Stoffe, die im Wasser aufschäumen, um Infektionen und Schädlinge abzuwehren. Die wesentlichen Eigenschaften der Ginsenoside sind wissenschaftlich belegt:

  • die Steigerung der Immunabwehr
  • die Aktivierung des Stoffwechsels und
  • die Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.


Weiters sind im Ginseng ätherische Öle, Phenolcarbonsäuren und Polysaccharide enthalten. Die Kombination der Inhaltsstoffe ist für die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung der Ginsengwurzeln verantwortlich. Labortests haben ergeben, dass manche der Wirkstoffe gefäßverengend wirken und damit den Kreislauf anregen, andere Substanzen im Ginseng können den Blutzuckerspiegel senken. 

Bei welchen Beschwerden des Hundes kann Ginseng angewendet werden?

In Zeiten erhöhter Belastung, wie zum Beispiel im Fellwechsel, bei Aufregung und seelischem Stress oder nach Erkrankungen, kannst du das Immunsystem deines Hundes mit Ginseng unterstützen. Ginseng wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden deines Hundes aus und kann ihm dabei helfen, sich psychisch und physisch an neue oder fordernde Situationen besser anzupassen.

Bei älteren Hunden wirkt Ginseng stärkend bei körperlicher Schwäche, bei Schwäche des Herz-Kreislauf-Systems und bei allgemeinen Ermüdungserscheinungen und kann dem alternden Hund zu mehr Fitness und Lebensqualität verhelfen. 

Hundesenioren leiden häufig an altersbedingten Anpassungsstörungen. Das bedeutet, sie verlieren die Fähigkeit, auf Veränderungen in ihrer Umwelt schnell und flexibel zu reagieren und Stress zu kompensieren. Dieser Zustand belastet ihre Psyche und ihr Immunsystem! Die Folgen sind Unsicherheit, Erschöpfung, Verhaltensauffälligkeiten und erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Eine Kur mit Ginseng-Zubereitungen kann deinem Hund beim Auftreten von Alterserscheinungen helfen und zugleich sein Immunsystem stärken! 

Unerwünschte Wirkungen:

Ginseng ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Sehr empfindliche Tiere können eventuell mit Magen-Darm-Beschwerden oder mit Unruhe reagieren.

Achtung: Bei hypernervösen, „zappeligen“ Hunden sollte Ginseng sehr vorsichtig angewendet werden! Bei Hunden mit Diabetes sollte eine Anwendung von reinen Ginseng-Präparaten vorab mit dem Tierarzt abgeklärt werden!

Ginseng sollte mindestens drei bis vier Wochen, aber nicht länger als drei Monate ununterbrochen gefüttert werden. Bitte die Angaben des Herstellers beachten!


Quellen

  • Cäcilia Brendieck-Worm, Matthias F. Melzig: Phytotherapie in der Tiermedizin, Thieme 2018
  • J. Reichling, R. Gachnian-Mirtscheva, M. Frater-Schröder, R. Saller, M. I. Rabinovich, W. Widmaier: Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis, Springer 2008
  • https://arzneipflanzenlexikon.info/ginseng.php
  • https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/09/03/ginseng-wurzel-fuer-mehr-lebenskraft
  • Stephen Dammer: Heilpflanzen in der Veterinärmedizin, Faculty of Veterinary Science, Szent Istvan University Department of Botany, 2013
  • (=http://www.huveta.hu/bitstream/handle/10832/853/StephenDammerThesis.pdf?sequence=1&isAllowed=y)